Die Ausstellung präsentiert Gemälde der Künstlerin Inessa Rozenfeld, die von 2020 bis 2025 entstanden sind. Diese Werke werden in der Technik der Ölmalerei auf Leinwand und in Pastell hergestellt. Die Gemälde sind durch das Thema „Judaica“ verbunden. Die Idee, die Ausstellung zu schaffen, entstand im Zuge des Baus des Synagogenzentrums, als Dekoration für das Gebäude und als anschauliches Lehrhandbuch zur Symbolik des Judentums.

Die Gemälde geben eine Darstellung von Begriffen wie „Menora“, „Sabbatkerzen“, „Bundstafeln“.  Es gibt mehrere Gemälde mit Porträts und Genreszenen von Juden. Die Motive dieser Gemälde konnte die Künstlerin im Alltag beobachten: die Rückkehr einer befreiten israelischen Geisel und sein Treffen mit seiner Familie, Auftritte israelischer Sängern in Berlin, Frauen aus der jüdischen Gemeinde Potsdams bei Kunsttherapiekursen, Versammlung betender Menschen in der Nähe der Klagemauer in Jerusalem, eine junge Israelin mit Kind, die eine Militäruniform und Maschinengewehr trägt; Bewohner von Tel Aviv, die sich auf der Treppe ihres Hauses vor Raketenbeschuss verstecken.

Alle diese Werke sind auf eine gemeinsame malerische Art und Weise ausgeführt – die Charaktere, ob real oder fiktiv, wirken ein wenig märchenhaft, sie werden dekorativ, farbenfroh und dynamisch dargestellt. Die Künstlerin empfindet sie als etwas komisch und übermäßig emotional und bewundert gleichzeitig ihre Helden.

Nach der Idee des Autors spiegeln diese Gemälde das Leben der Juden in der modernen Welt wider und offenbaren auch die Essenz der jüdischen Symbolik durch das Prisma einer modernen Weltanschauung. Das Farbschema und die Art der Ausführung zeugen vom Einfluss von Mark Chagall und anderen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Laut dem Autor kann ein solches Thema der Malerei dem Publikum eine organische Kombination aus Tradition und Aktualität des Judentums zeigen. Die Künstlerin ist davon überzeugt, dass die Aufgabe, die Fortsetzung der Geschichte in der heutigen Realität in Bildern zum Ausdruck zu bringen, insbesondere in unserem kulturellen und religiösen Zentrum sehr wichtig ist. Fast das gesamte jüdische Leben in Potsdam findet hier statt, drei Generationen von Gemeindemitgliedern bereichern sich gegenseitig. Der Generationswechsel ist immer da und inspiriert auf unerwartete Entdeckungen im Schöpfung.

Viele Werke der Künstlerin wurden zu Buchillustrationen, einige wurden bei der Erstellung eines Theaterstücks für Inessas Ministück verwendet. Die Illustrationen wurden in „Beit Nelli Media“ Tel Aviv, Stella Verlag (Hechingen), Harpy Hybrid Review in New York und anderen Publikationen veröffentlicht.

Die Künstlerin investierte viel Liebe und Seelenenergie in diese Werke und nutzte verschiedene Informationsquellen. Inessa setzt die Arbeit ihres Vaters David Rosenfeld fort, der den Holocaust überlebte. Sie hofft, dass die Ausstellung dazu beitragen wird, die sozialen Bindungen zur jüdischen Gemeinde und die kulturelle Entwicklung des Synagogenzentrums zu stärken, allen Zuschauern Freude und Schönheit sowie festliche Stimmung und Optimismus zu bringen.

  1. Befreiung
  2. Israelische Künstler auf Tournee in Berlin
  3. Menora
  4. Geflügelte Weisheit
  5. Gebetsmaterialien
  6. Goldenes Jerusalem
  7. Begegnung mit der Königin des Schabbats
  8. Fenster mit Blick auf Jerusalem
  9. Mazel tov
  10. Beschützerin
  11. Kunsttherapie-Sitzung
  12. Gespräch auf der Treppe
  13. Hava Nagila
  14. Gemeinsame Wurzeln
  15. Der Granatapfel
  16. Erleuchtung
  17. Porträt von Dr. Iurii Gribov
  18. Porträt von Inessa Joffe
  19. Selbstporträt
  20. Stillleben mit Menora
  21. Auf dem Weg nach Jerusalem